| | AGBs | Ansprechpartner | Impressum | Login | Sitemap | |
| Gestatten, ich bin der Kommissar |
|
Artikel aus der Kölnische Rundschau, 24. März 2004 von Andreas Arnold BOMIG. Wer hat nicht schon mal davon geträumt, Titelheld eines Krimis zu sein und wie Derrick oder Schimanski zu ermitteln? Ernst-Herbert Ullenboom, Chef der Bomiger Gronenberg GmbH & Co. KG, lässt diesen Traum wahr werden. "Und wenn es sein muss, in der Auflage 1", erklärt der Unternehmer. "Also ein Buch, das mich beim Namen nennt." Zahlreiche Firmen haben in der letzten Zeit das Angebot Ullenbooms aufgegriffen und ihren Kunden und Geschäftspartnern ein ungewöhnliches Geschenk gemacht: Einen Krimi, in dem der Beschenkte als Titelheld auftritt. Doch nicht nur für Firmen gilt dieses Angebot. Auch Einzelpersonen können darauf zurück greifen und sich so ein ausgefallenes Präsent sichern oder sich gar selbst beschenken. Den personalisierten Krimi, in dem Kommissar "Ich" ermittelt, macht die digitale Drucktechnik der Firma Heidelberg möglich. Gronenberg war vor Jahren einer der ersten Drucker weltweit, die eine solche Maschine bestellten. "Und wir waren auch Tester des Herstellers." Ullenboom machte dem Druckmaschinenhersteller den Vorschlag mit dem personalisierten Krimi. Der kann nicht nur ein schönes Geschenk sein, sondern auch als PR-Instrument sehr gut genutzt werden. Und obendrein demonstriert er praxisnah die Möglichkeiten der digitalen Technik. Vorstand gab grünes Licht für Krimi Die Idee des Unternehmers ging bis in den Vorstand bei Heidelberg. "Entweder ihr nehmt diese Idee, oder ich verkaufe sie der Konkurrenz", half Ullenboom dem Druckmaschinenhersteller ein wenig zu seinem Glück. Vier Wochen später hatte er den Auftrag für den ersten Krimi mit dem Titel "Tödlicher Etat", der 5000 Mal in der Auflage 1 entstand. Das personalisierte Buch, betont der Verleger im Gespräch, habe er nicht erfunden. Doch der Einsatz des Mediums als Gag- und PR-Artikel stamme von ihm. Dabei ist es dem Kunden überlassen, ob er eine Story aus einem Fundus auswählt, oder bei Gronenberg einen ganz neuen Krimi nach seinen Vorstellungen bestellt. Und wer sich den auch was mehr kosten lassen will, kann einen Tatort-Autor schreiben lassen. Welcher Aufwand hinter dem personalisierten Buch steckt, erkennt man vermutlich erst beim zweiten Blick. So ist nicht nur der Name, sondern auch der Genitiv, der Bezug und teilweise auch die Handlung zu beachten. Wenn Max Meier, der sich im Bad rasiert und dann noch auf ein Bier in seine Stammkneipe geht, durch Resi Müller ersetzt wird, liest sich der Passus mit der Rasur und der Stammkneipe nicht mehr so gut. Folglich müssen Handlung und Person von Anfang an so neutral geschrieben werden, dass sich derlei Konflikte gar nicht erst ergeben. "Dabei darf der Held aber nicht zum Neutrum werden", betont Ullenboom. Insgesamt ist ein Krimi in etwa 400 Positionen veränderlich. Die Personalisierung macht eine spezielle Software möglich, die alle Variablen austauscht. "Wie bei einem Serienbrief, nur komplexer", so der Verleger. Bei so viel Know-how ist es naheliegend, dass Gronenberg bei den personalisierten Büchern zum Marktführer avancierte. "Im vergangenen Jahr machten wir damit einige hunderttausend Euro Umsatz und haben so die schlechte Konjunktur mit guten Ideen bekämpft." Einzelne Bücher kann man auch über den Online-Shop bei Gronenberg bestellen.
|
Sie wollen vor Ihrer Datenlieferung an uns sichergehen, dass Ihre erstellten PDF-Daten fehlerfrei sind? Dann nutzen Sie doch einfach unseren gronenberg PDF Online-Check.
Um sich von der Funktionalität ein Bild zu machen, nutzen Sie einfach diesen Link. Kostenfrei und unverbindlich!