Veröffentlichungen Artikel Viele quetschen die falsche Zitrone
Viele quetschen die falsche Zitrone

Geiz ist ja angeblich geil und Geld sparen ist landauf, landab angesagt. Logisch, dass man schnell sagt, die Druckproduktion müsse »billiger« werden, weil auch bei Information und Werbung der Rotstift das Sagen haben will.

Nach einer Untersuchung der Fachzeitschrift Druckmarkt sparen 90% der Controller aber genau am falschen Ende. Dramatisch genug: Rund zwei Drittel der Betriebe geben dadurch »unter’m Strich« mehr Geld aus, weil sie an den falschen Stellen und Faktoren sparen wollten. Doch wo lässt sich wirklich sparen, ohne dass daraus ein Flop wird?

In diesem Heft haben wir einige Punkte genannt, die ein ganz eindeutiges Sparpotenzial darstellen, wenn man die Initiative ergreift oder mit den richtigen Spezialisten zur richtigen Zeit spricht. Generell gilt, dass Sparpotenziale vor allem bei folgenden Überlegungen vorhanden sind:

Sparpotenzial

  • den Schritt von der Einheits- und/oder Großauflage hin zu bedarfsgerechten Auflagen erwägen;
  • Papiergewichts- und Porto-Optimierungen ins Kalkül nehmen;
  • konsequent den digitalen Workflow nutzen: vom Digitalfoto über das Layout oder das druckreife PDF bis hin zu Automatismen des datenbankgestützten Publizierens;
  • Print und Printlogistik auf einen Dienstleister bündeln;
  • Jahres- oder Langfrist-Verträge mit der Druckerei Ihrer Wahl abschließen, statt jeden Druckauftrag neu zu starten.

Bumerang-Ranking; Kosten gespart und Geld verschwendet

Wer solche Tipps nur des Sparens willen ausschlägt, wird unwillkürlich den »Bumerang«-Effekt erleben: denn vermeintliche Einsparungen führen in den meisten Fällen zu Mehrkosten. In unserem »Bumerang- Ranking« haben wir typische Stolperfallen aufgeführt:

  • Großauflagen der Stückpreise wegen;
  • Die Scheu oder Vermeidung von Startinvestitionen in Automatisierungsprozesse bei der Generierung von Druckseiten;
  • Qualitätsabstriche in der Bild- und Farbqualität;
  • Nichtnutzung der Synergieeffekte in der digitalen Seiten- und Druckproduktion (Datenbanken, PDF, Crossmedia);
  • Nichteinbeziehung des Druck-Dienstleisters in den Vorbereitungsprozess – denn der kann im Vorfeld oft die wertvollsten Ratschläge geben.

Wer diese Tipps nicht ernst nimmt, quetscht nicht nur die falsche Zitrone, sondern beraubt sich eines enormen Sparpotenzials, das im Grunde nichts anderes ist, als der Einsatz des gesunden Menschenverstandes.

 

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